Warum Cyberbeest? Kann ich Messenger nicht einfach auf meinem Smartphone oder einem normalen PC nutzen?
Ja, das kannst du, aber du hast dabei mehr Unsicherheiten und mögliche Schwachstellen. Cyberbeest ist ein speziell konstruiertes, vereinfachtes Gerät, das alle möglichen Angriffsflächen minimiert, die mit umfangreichen Software-Installationen wie einem typischen Windows-PC einhergehen. Es ist außerdem vollständig stark verschlüsselt und verfügt über besondere Sicherheitsfunktionen wie automatisches Herunterfahren und Sperren der Festplatte nach kurzer Inaktivität. Zudem ist die auf Cyberbeest laufende Software fast vollständig Open Source (bis auf sehr wenige Gerätetreiber) — keine Blackbox wie Android, iOS oder Windows. Alle neu verfügbaren Sicherheitsupdates werden automatisch alle 2 Stunden installiert. Wir treffen außerdem zusätzliche Maßnahmen wie das Absichern des Browsers in einer eigenen "Gefängnis"-Umgebung, die Exploits von bösartigen Webseiten verhindert.
Wie stark ist die Festplattenverschlüsselung von Cyberbeest, und welches Passwort sollte ich verwenden?
Jedes Cyberbeest verschlüsselt seine gesamte Festplatte mit LUKS2 (AES-256-XTS), sobald es unsere Hände verlässt — nichts auf der Festplatte wird jemals im Klartext gespeichert. Dein Passwort wird nicht direkt gehasht: Bei jedem einzelnen Rateversuch läuft es durch Argon2id, eine bewusst langsame, speicherhungrige Schlüsselableitungsfunktion. Dieser Speicherbedarf ist entscheidend, denn er bedeutet, dass ein Angreifer nicht einfach eine Wand aus GPUs gegen deine Festplatte werfen kann, wie er es bei einem schnellen Hash könnte — jeder Versuch braucht seine eigenen paar hundert Megabyte Speicher, nicht nur Rechenzyklen.
Wir empfehlen, mit unserem integrierten Passwortgenerator 3 zufällig generierte Wörter für dein Master-Passwort (Festplatte) und 2 zufällig generierte Wörter für dein alltägliches Login-Passwort zu verwenden — insgesamt 5 Wörter, um dein Gerät hochzufahren. Der Generator wählt jedes Wort mit einem kryptografisch sicheren Zufallszahlengenerator aus einer Liste von 7.776 Wörtern aus, sodass jedes Wort ein echter, nicht erratbarer Münzwurf ist — nicht etwas, das sich ein menschliches Gehirn ausdenken würde. Du kannst denselben Generator online ausprobieren, auf Deutsch oder Englisch: Merkbarer Passwortgenerator.
Was bringt das konkret? Selbst ein gut finanzierter Angreifer, der einen Cluster mit rund 1.000 Rechenkernen mietet und diesen rund um die Uhr laufen lässt, bräuchte im Schnitt etwa 7 Jahre, um auch nur mit fünfzig Prozent Wahrscheinlichkeit ein 3-Wort-Master-Passwort zu knacken — und das ist bereits das "praktische" Ende unserer Empfehlung. Willst du noch mehr Sicherheitsabstand gegenüber einem noch besser ausgestatteten Angreifer? Mit 4 Wörtern steigt diese Zahl auf etwa 58.000 Jahre — für realistische Bedrohungsszenarien ist 3 Wörter aber bereits weit über den Punkt hinaus, an dem sich der Mehraufwand noch lohnt.
Die automatische Abschaltfunktion von Cyberbeest untermauert das zusätzlich: Wird das Gerät im Leerlauf gelassen oder von seiner erwarteten Umgebung getrennt, schaltet es sich ab, statt weiterzulaufen. Eine ausgeschaltete, vollständig verschlüsselte Festplatte gibt einem Angreifer nichts in die Hand — kein laufender Arbeitsspeicher zum Auslesen, keine entsperrte Sitzung zum Kapern, sondern nur dieselbe oben beschriebene Mauer aus Jahren bis Jahrtausenden Rechenaufwand, diesmal ohne jeden Vorsprung.
Woher weiß ich, dass mein Cyberbeest keine Spyware oder Malware enthält?
Gute Frage! Die Antwort ist: Du musst uns das nicht einfach glauben — du kannst dich selbst davon überzeugen.
Alle Skripte, mit denen wir ein Cyberbeest konfigurieren, sind Open Source auf GitHub: github.com/cyberbeest/provisioning. Du kannst eine KI deiner Wahl (z. B. ChatGPT) bitten, ein vollständiges Sicherheitsaudit dieses Repositorys durchzuführen — hier ein Beispiel für ein solches Audit-Gespräch: dieses ChatGPT-Sicherheitsaudit.
Wenn du dann immer noch nicht überzeugt bist, kannst du den letzten Schritt gehen: Lösche die Festplatte des Cyberbeest und installiere alles von Grund auf neu — nur mit einem regulären Debian-13-Installationsmedium und den Skripten, die du gerade per KI geprüft hast. Das dauert etwa 1 Stunde und ist nicht sonderlich schwierig. Danach weißt du genau, welche Software auf deinem Gerät läuft und welche nicht.
Oder, falls du uns vertraust — nutze das Cyberbeest einfach so, wie es geliefert wird, und fang sofort an zu schreiben.
Wie gehe ich mit meinem Cyberbeest online?
Cyberbeest hat WLAN eingebaut, du verbindest es also einfach mit deinem heimischen WLAN-Router. Unterwegs kannst du dein Smartphone als WLAN-Hotspot einrichten (das ist sehr einfach). Alternativ kannst du über Bluetooth oder USB via deinem Smartphone online gehen.
In welchen Sprachen ist das Cyberbeest erhältlich?
Wir liefern derzeit eine englische und eine deutsche Version (lokalisierte Tastatur + Bildschirmtexte). Bitte frage für andere Sprachen bei info@cyberbeest.com an.